Mythos oder Wahrheit: Geplante Obsoleszenz

asgoodasnew macht den Faktencheck zum „Tag des Handys“: arbeiten Hersteller bewusst und gezielt auf ein vorzeitiges Lebensende ihrer Produkte hin?

Gehen Elektronikartikel und insbesondere Handys schneller kaputt, weil die Hersteller mehr Geräte verkaufen möchten? Werden absichtlich schlechte Materialien und Fehler eingebaut, damit die Technik kurz nach Ablauf der Garantie den Geist aufgibt? Der Mythos von dieser „geplanten Obsoleszenz“ hält sich hartnäckig.

Am 03.04. ist Tag des Handys! Für das Team von asgoodasnew ist dies jedes Jahr aufs Neue ein wichtiger Tag. Denn bei uns dreht sich natürlich viel um Handys. Wir nutzen diesen Anlass gern um uns aus einem anderen Blickwinkel mit unseren Produkten zu beschäftigen.  Die geplante Obsoleszenz wird aktuell wieder hitzig diskutiert. Wir erklären Ihnen,  ob etwas an der These dran ist. Als einer der größten Händler für gebrauchte Elektronik, kann asgoodasnew bestens einschätzen, wie langlebig Smartphones, Tablets & Co. tatsächlich sind.

Was ist geplante Obsoleszenz?

Kommt Ihnen das bekannt vor? Das neu erworbene Gerät geht gefühlt wenige Tage nach Ablaufen der Garantie kaputt. Sie vermuten sogleich eine geplante Obsoleszenz durch die Hersteller. Die Geräte verfügen laut dieser Theorie über eine eingebaute Schwachstelle oder werden mit minderwertigen Rohstoffen produziert. Sie müssen zwangsläufig frühzeitig den Geist aufgeben. Die Hersteller stehen im Verdacht, das bewusst in Kauf zu nehmen und sogar zu kalkulieren um den langfristigen Absatz zu sichern.

asgoodasnew räumt mit diesem Verbraucher-Mythos auf

Das Team von asgoodasnew ist von der Langlebigkeit seiner Produkte überzeugt und schätzt die Verlässlichkeit der angebotenen Marken. Für uns sind das gute Gründe, mit dem hartnäckigen Gerücht endgültig aufzuräumen – damit Sie als Verbraucher auch in Zukunft Vertrauen in die Technik fassen, die einen so großen Teil unseres Lebens einnimmt.

Erste Gegenargumente gibt es durch einen kurzen Blick in das asgoodasnew-Sortiment. Als Onlineshop für gebrauchte Elektronik finden sich hier nicht nur topaktuelle Smartphones, Tablets und Kameras, sondern auch Vorgängermodelle, die bereits etwas älter sind. Die Geräte werden vor dem Wiederverkauf eingehend geprüft und aufbereitet. Dabei stellen die Techniker immer wieder fest: Viele Geräte sind auch nach Jahren in Gebrauch in einem sehr guten Zustand und funktionieren technisch einwandfrei.

Unterstützt werden unsere Erfahrungen nun auch von offizieller Stelle.

Umweltbundesamt bestätigt: Geplante Obsoleszenz nicht nachweisbar

Das Umweltbundesamt legte kürzlich eine umfassende Studie zu diesem Thema vor[1]. Das Öko-Institut e.V. hatte in seinem Auftrag dieses Phänomen untersucht und tatsächlich schienen Befürworter dieser These zunächst bestätigt:

Der Anteil der Geräte, die innerhalb der ersten 5 Jahre ab Kauf durch einen Defekt ausfielen, stieg von 3,5 % (2004) auf 8,3% (2013). Geräte werden deutlich früher gegen neue ausgetauscht. Dennoch stellt die Studie sehr deutlich klar:

„Eine gezielte kurze Produktlebensdauer, die die Hersteller mittels eingebauter Mängel erzeugen – die sogenannte geplante Obsoleszenz – kann in der aktuellen Studie nicht nachgewiesen werden.“

Die Hersteller kalkulieren mit kürzer werdenden Lebenszyklen ihrer Produkte. Technische Neuerungen werden von den Kunden eingefordert und dieser Wunsch muss befriedigt werden.  Dieser verkürzte Innovationszyklus hat beispielsweise Auswirkungen auf die Testphasen der Geräte. Denn das neue Produkt muss möglichst schnell auf den Markt gebracht werden.

Die Hersteller wissen um das Konsumverhalten der Kunden und passen die Produkt-Lebensdauer dieser Schnelllebigkeit an[2].  Hinweise darauf, dass absichtlich Fehler eingebaut werden, gibt es nicht.

Es ist also das Kundenverhalten, das diese Entwicklungen vorantreibt.

Kürzere Produktlebensdauer –verursacht durch die Kunden selbst

Kaum zwei Jahre nachdem das neue Smartphone oder der große Flatscreen erworben wurde, wird über eine Neuanschaffung nachgedacht. Die Technik-Entwicklung lässt Vorgängermodelle schnell veralten. Haben Sie auch schon ein noch voll funktionstüchtiges Gerät entsorgt, um sich ein neues, in Ihren Augen besseres Gerät anzuschaffen? Dann sind Sie keineswegs allein. Vor allem bei Smartphones zeigt sich ein eindeutiger Trend. Statistisch gesehen haben die meisten Deutschen ihr aktuelles Handy erst seit kurzer Zeit – weniger als 2 Jahre. Zudem ist es vor allem der Wunsch nach modernerer Technik, der Kunden zu einem Neukauf motiviert[3]. Für rund 44% der Deutschen muss es stets das aktuelle Modell sein[4].

Die Hersteller reagieren auf dieses Kundenverhalten indem sie Produkte entsprechend entwickeln – die Geräte halten so lange wie nötig, nicht so lange wie möglich!

Vertrauen durch Garantien

Das Gerücht von der geplanten Obsoleszenz steckt hartnäckig in vielen Köpfen, obwohl bisherige Studien diese These widerlegt haben oder zumindest nicht bestätigen konnten. Hersteller wirken der Kunden-Skepsis auf ihre Weise entgegen. Sie bewerben schon beim Kauf eine zusätzliche Garantieverlängerung oder Zusatzversicherung – kostenlos oder zu einem kleinen Aufpreis.
asgoodasnew bietet neben der gesetzlichen Gewährleistung von einem Jahr die Anmeldung für eine kostenlose Garantie über insgesamt 30 Monate.
Somit können Sie sich voll und ganz über Ihre Neuanschaffung freuen. Wenn Sie das Gerät pfleglich behandeln, sind die Chancen sehr hoch, dass Sie sich noch lange an der Technik erfreuen können.


http://www.umweltbundesamt.de/presse/presseinformationen/elektrogeraete-werden-immer-kuerzer-genutzt
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/geplante-obsoleszenz-gibt-es-nicht-verschleiss-wird-aber-kalkuliert-a-1076735.html
http://www.telecom-handel.de/consumer-communications/bitkom/smartphone-boom-in-deutschland-ungebrochen-1078046.html?page=1_smartphone-nutzer-wollen-bessere-akkus
http://www.iphone-ticker.de/bitkom-studie-44-kaufen-stets-die-neue-generation-93261/

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